Pollen, Honig und die Bienen.

Machen wir einen Ausflug in die faszinierende Welt der Bienen.

 

Wie eine Biene mit ihrem Saugrüssel den Nektar aus einer Blüte saugt konnte wohl jeder Bienenfreund schon mal selbst beobachten, doch nicht nur für die Nektar Ernte werden weite Flüge zurückgelegt. Auch der Pollen hat einen enorm hohen Stellenwert für die Ernährung der Bienen. Um den Pollen effizient zu ernten hat die Biene eine beeindruckende Technik entwickelt. Während des Nektar saugens sammelt die Biene mit ihrem Pelz den Blütenstaub auf, bis sie über und über mit Pollenkörnchen bedeckt ist, am Weg zurück in den Stock durchkämmt sie dann mit kleinen Bürsten an den Beinen ihren Pelz und schiebt so den Pollen zu den sogenannten Pollenhöschen zusammen- und das im Flug! Ein wahres multi-tasking Talent!

 

 

 

Wer seine Augen offen hält kann um diese Jahreszeit, an einem sonnigen Tag schon eine schwer beladene Pollensammlerin bei ihrem Erntetanz beobachten.

 


 

Was passiert im Stock mit dem Pollen?

 

Den fleißig gesammelt und zum transportieren in Form gebrachte Pollen, wir von der Sammlerbiene in einer Vorratszelle abgestriffen. Dort übernehmen die Stockbienen den weiteren Verarbeitungsprozess. Der Pollen wird mit Drüsensekreten der Biene und Honig vermischt, geknetet und ein eine Vorratszelle eingestampft. Wenn die Zelle voll ist wird sie mit Honig überzogen und die Milchsäuregärung kann beginnen. Durch diesen Prozess verliert der Pollen seine Keimfähigkeit und wird haltbar- das Resultat nennt sich Bienenbrot! Im Gegensatz zum Honig der unter anderem auch für den Winter eingelagert wird, sammeln die Bienen den Pollen immerzu- denn der Vorrat hält besonders bei großen Brutmengen nur für wenige Tage und sichert so z.B. in Regenphasen das überleben der Brut. Im Spätsommer wird dann ein größerer Pollenvorrat angelegt und auch der verzehr steigt- denn die Bienen bereiten sich dann schon auf die nächste Brutzeit

nach dem Winter vor.

 

Wer besonders genau schaut, kann die fleißigen Sammlerbienen mit ihren Pollenhöschen beobachten und vielleicht sogar Farbunterschiede des Pollens erkennen, denn nicht jeder Blütenstaub hat die gleiche Farbe.

 


 

Wozu verwenden die Bienen den Pollen?

 

Wie der Pollen gesammelt und verarbeitet wird haben wir bereits im vorherigen Eintrag erklär, jetzt wollen wir darauf eingehen was die Bienen mit dem Pollen eigentlich machen.

 

Der Blütenpollen ist essenziell für die Ernährung der Bienen und durch nichts anderes zu ersetzen.Während der Nektar die notwendigen Kohlehydrate liefert ist der Pollen die Eiweißquelle des gesamten Volkes. Mit der Aufzucht der Brut werden ca. 2/3 des gesammelten Blütenpollen verbraucht. Die jungen Bienenlarven werden in ihren Brutzellen mit einer Art „Muttermilch“ einem Drüsenfuttersaft versorgt. Diese Milch produzieren die etwas älteren Geschwister (4-10 Tage alte Jungbienen), die Ammenbienen aus Honig, Pollen und Futtersaft aus ihren Kopfdrüsen.

 

Ein Bienenvolk hat einen Jahresbedarf von 30-60kg Pollen.

 

 

 

Damit die fleißigen Bienchen nicht hungern müssen kannst auch du etwas beitragen, lass z.B. einen Teil deines Gartens wild und bringe eine Bienenweide zum blühen, oder ein paar blühende Küchenkräuter am Balkon ansetzten,.. beliebte Pflanzen sind, Sonnenblume, Lavendel, Katzenminze, Rosmarin, Eisenkraut, und viele viele mehr. Je größer die Vielfalt umso besser!