Margaretas offenes Tagebuch

Hier handelt es sich um sensible Themen.

Falls du selbst in einer schwierigen Lebenssituation bist, möchte ich dir Mut machen. Wenn ICH all das schaffen konnte, dann kannst DU es auch!

In meinem Leben gab es viele Höhen und Tiefen. Meine Kindertage waren alles andere als unbeschwert. Mein Vater war gewalttätig, stand öfters unter Alkoholeinfluss. Streit, Leid, Gewalt, Ohnmacht habe ich mehr als genug miterlebt. Meine Mutter war ein Engel, sie beschützte uns Kinder so gut sie konnte. Viel zu oft bekam sie selbst seine Gewalt zu spüren.

Schon als Kind stand für mich fest: Mit mir wird das kein Mann machen, das lasse ich nicht zu!

 

Daran hielt ich mich auch und folglich gab mehrere gescheiterte Beziehungen, ein sich wiederholendes Auf und Ab. Ich Iieß mich weder von einem Seitenspringer, Alkoholiker oder später als schlimmste Draufgabe von einem Glücksspieler und Betrüger unterkriegen. Ich kämpfte, wollte nicht mit meiner Tochter Sonja in der Gosse landen. Wir schafften es auch!

 

Von Natur aus bin ich ein Mensch der an das Positive glaubt und war deshalb überzeugt dass es doch auch was Gutes für uns geben musste.


Und tatsächlich,wie zur Erholung lebte ich 10 Jahre lang eine sehr harmonische Beziehung mit meinem zweiten Ehemann, dem Vater meines Sohnes Andreas.

Doch meine Ausbildungen, meine Arbeit als Energetikerin veränderten mich. Ich erwachte. Nichts war so wie früher. Mein Sehnen richtete sich himmelwärts, alles irdische Glück hatte nur noch wenig Bedeutung. Die Schere zwischen uns wurde immer größer.

Mein Seelenpartner und jetziger Mann Otto lief mir über den Weg.  Wir fanden uns, ohne uns gesucht zu haben.

Welche Träume wir hatten, was planten wir nicht alles. Doch es begannen wieder die bekannten Auf und Abs. Streitereien, Szenen, Leid. Unser Ego wurde gut genährt.

Wir kannten uns kaum ein Jahr da hatte ich einen Verkehrsunfall, ich fuhr mit dem Auto gegen einen Baum. Diagnose: Komplizierte Brüche des 1.und 2. Halswirbels. Ganz knapp entrann ich dem Tod oder einer hohen Querschnittslähmung.
Der Arzt sagte bei der Einlieferung ins Krankenhaus St. Pölten:" Dass Sie noch leben grenzt an ein Wunder!" 

Es begann eine schlimme Zeit, mein Schädel wurde an 4 Stellen mit einem Halu Fixateur verschraubt. Das war meine Überlebenschance aber gleichzeitig fühlte es sich wie ein Folterwerkzeug an. Einige Monate musste ich es (er)tragen, je länger mein Kopf in diesem Ding steckte, desto hysterischer wurde ich.

Monatelang saß ich in den Nächten mit Schmerzen im Bett, weil liegen nicht möglich war. Mein einziges Glück war: Ich konnte meine Füße bewegen und gehen!" Ich unternahm mit Otto und meinen Kindern lange Spaziergänge in Wald und Wiese. Das tat gut.

Margareta mit ihren Kindern
Margareta mit ihren Kindern

Wieder rappelte ich mich auf und wurde körperlich gesund, gebar sogar noch mein drittes Kind Liliana.

Aber es ging mir nicht gut. Ich hatte Schmerzen, physisch und psychisch. Innerlich total aufgewühlt ahnte ich, dass etwas Unheilvolles tief drin in mir steckte. Und das hatte gefühlsmäßig nichts mit dem Unfall zu tun.

Ich hörte auf als Energetikerin zu arbeiten, fühlte mich ausgelaugt und energetisch auf Sparflamme gedreht. Mir war klar, hier gibt es einen Brocken zu bewältigen, der meine ganze noch vorhandene Kraft brauchen würde.

Es brodelte in mir, lang verdrängte Ereignisse bahnten sich den Weg an die Oberfläche. Ich hatte furchtbare Albträume.

Familienaufstellungen und therapeutische Einzelsitzungen federten die Tragödien immer wieder ab, das half mir, dass ich nicht ganz verrückt wurde.

Dann kamen die Erinnerungen.

Mehrmals sexueller Missbrauch in meiner frühen Kindheit. Täter: Der "gute" Onkel.

 Alles brach zusammen, Depression und Burn Out streckten mich nieder, oft war es so furchtbar,
da wollte ich nur noch schlafen, am liebsten für immer einschlafen...

 

Dass ich aus dieser Dunkelheit  wieder heraus gekommen bin, verdanke ich in erster Linie meinen Kindern. So groß der innere Schmerz auch war, für sie lohnte es sich weiterzuleben.

Ich hatte noch so viele Aufgaben. Meine geliebten Kinder, so unterschiedlich sie im Alter auch waren, so einzigartig im Wesen, brauchte mich doch ein Jedes auf seine Weise.

Ich richtete mich wieder auf...


Gute Hilfsmittel aus
eigener Erfahrung:
 Bachblüten, Numerologie, Familienaufstellungen,

Ho´opono pono = Hawaiianisches Vergebungsritual, Mondknoten Horoskop/Buch von Sitara Mittag, Bücher von Luise Hay, Eckhart Tolle, Robert Betz

 

Unsere finanzielle Lage war sehr schwierig. Wir hatten wenig Geld. Ich war froh dass mein Mann Otto nur einen Teilzeitjob hatte, denn unsere kleine Tochter brauchte ihren starken, lustigen Papa als Ausgleich. Mama hatte viel mit sich selbst zu kämpfen. Ich lebte fast 1 Jahr von Mindestsicherung und schämte mich zutiefst dafür. Gleichzeitig war ich unendlich dankbar für diese finanzielle Unterstützung. Mir war bewusst ich lebte in einem gelobten Land . Ich hatte jedoch keine Aussicht auf Arbeit die ich bewältigen konnte, weder psychisch noch physisch. Druck von allen Seiten.

Ich wollte unbedingt etwas tun. Geld verdienen, aber nicht nur das. Es musste etwas Authentisches sein. Etwas, wofür ich einstehen konnte. Eine sinnvolle Arbeit, die mich glücklich machen sollte. Gleichzeitig müsste dieses Tun aber auch dem großen Ganzen dienen. Ich hatte sehr hohe Ansprüche, jedoch keine Hoffnung oder irgendeine Idee, wie sich das erfüllen könnte.
Ich bat den Himmel um Unterstützung!

Meine Geschwister haben mir unendlich viel geholfen. Auf dem Foto seht ihr meine zwei Lieblingsschwestern und Lieblingsnichten. Ich spürte ihre Liebe, sie vertrauten mir und waren immer für mich da.

Für meinen  Mann war der Umgang mit mir und meiner Krankheit äußerst schwierig. Mehrmals standen wir vor der Scheidung, fühlte ich mich doch von ihm immer zu wenig unterstützt und umsorgt. Heute bin ich überzeugt, er hat sein Bestes gegeben. Durch seine Abgrenzung lernte ich gut für mich selbst zu sorgen und konnte emotional unabhängiger von ihm werden.

 

FreundInnen standen mir zur Seite. Genauso wie viele Helfer in verschiedensten Institutionen, Case Manager, Coaches, Therapeuten, Ärzte, Reha Klinik .

Jeder/m Einzelnen bin ich überaus dankbar!

 

Später kamen zum meiner Freude noch die Bienen in mein Leben, sie brachten die berufliche Wende...



Dann kam die Schicksalswende, die Bienen summten in mein Leben. Ich erkannte die Zeichen.

 

Warum musste ich all diese Erfahrungen machen?

Darauf gibt es für mich verschiedene Antworten. Lange Zeit habe ich mit meinem Schicksal gehadert aber was bringt das schon?

Eine Tatsache ist, dass ich ganz viel gelernt habe: Ich habe gelernt, gut auf mich Acht zu geben und meine Grenzen zu wahren.

Es gibt Tage, da kommen die Ängste wieder zum Vorschein, nun aber seltener und in abgeschwächter Form. Ich spüre eine große Kraft in mir und die Gewissheit, dass ich ALLES schaffen kann!

Das Mondknotenbuch "Wo kommst du her, wo gehst du hin?"von Sitara Mittag beschreibt es sehr treffend für mich. Der Sinn meines Lebens ist "Die Entdeckung der Freude." 

 

Ich führe heute ein authentisches Leben, die Schwere darf nach und nach weichen. An manchen Tagen stellt sich eine nie gekannte Leichtigkeit und Glückseligkeit ein. Unabhängig von äußeren Einflüssen sprudelt Freude aus dem Innersten meines Seins.

 

Ich möchte dir, der/die du diese Zeilen liest mit dieser Veröffentlichung Mut machen.

Wenn ICH das alles schaffen konnte, dann kannst DU es auch! Lass dich NIE unterkriegen, dein Leben hat einen Sinn und kann so schön sein!

 

Heute kann ich sagen: Ich sehe die Welt mit anderen Augen. Nichts ist selbstverständlich, alles ist ein Geschenk. Dankbarkeit steht an der Tagesordnung.

Mein Mann und ich gingen gestärkt aus der Krise hervor. Unser Seelenband, unser gemeinsamer Weg nach Hause hat uns immer zusammen gehalten.  

Es läuft nun großteils ruhig und harmonisch in unserer Beziehung ab. Wir kennen die geistigen Gesetze und wissen um unsere gegenseitigen Spiegelungen. Deshalb gibt es keine gegenseitigen Schuldzuweisungen mehr.

 

Vertrauensvoll, selbstverantwortlich, zuversichtlich, offen und ehrlich gehen wir unseren gemeinsamen Weg mit unserer kleinen Tochter weiter und weiter. Sie ist unser Sonnenschein! 

Wir drei und meine beiden erwachsenen Kindern haben eine liebevolle Beziehung zueinander. Die beiden Großen und wir leben zwar örtlich getrennt voneinander, dafür sind unsere Zusammenkünfte umso liebevoller und inniger. Alles ist gut!



In Zeiten großer beruflicher Hoffnungslosigkeit haben die Bienen Einzug in mein Leben gehalten und mein Schicksal gewendet. Ich lebe heute meinen Beruf und Berufung.
Mein Leben fühlt sich rund an.